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James Baldwin

James Baldwin (1924–1987) war einer der einflussreichsten US-amerikanischen Schriftsteller und Gesellschaftskritiker des 20. Jahrhunderts. Als Schwarzer schwuler Mann verarbeitete er in seinen Romanen und Essays sowohl rassistische als auch sexuelle Unterdrückung in den USA – zwei Themenfelder, die er konsequent miteinander verknüpfte, lange bevor der Begriff Intersektionalität geprägt wurde. 1948 zog Baldwin nach Paris, auch um dem Rassismus in den USA zu entkommen; dort entstand 1956 sein Roman "Giovanni's Room", der offen von der Beziehung zweier Männer erzählt und als eines der zentralen Werke der schwulen Literatur des 20. Jahrhunderts gilt. Das Buch war zu seiner Zeit hochriskant: Sein ursprünglicher Verlag lehnte es ab, Baldwin habe sogar den Rat bekommen, das Manuskript zu vernichten, um seinen Ruf zu schützen. Neben seinem literarischen Werk engagierte sich Baldwin in der US-Bürgerrechtsbewegung und blieb zeitlebens eine wichtige Stimme, die Rassismus, Homophobie und soziale Ungleichheit gemeinsam benannte.

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