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Kink-Shaming

Kink-Shaming bezeichnet das Abwerten, Belächeln oder moralische Verurteilen von Menschen wegen ihrer sexuellen Vorlieben, Fetische oder BDSM-Praktiken – etwa mit Kommentaren wie „das ist doch pervers" oder „das brauchst du doch nicht wirklich". Es kann von außerhalb der queeren Community kommen, tritt aber auch innerhalb queerer Räume auf, wenn bestimmte Praktiken als „zu extrem" oder als schädlich fürs Bild der Community nach außen dargestellt werden.

Der Begriff ist eng verwandt mit Slut-Shaming, bezieht sich aber spezifisch auf Vorlieben und Praktiken statt auf die Anzahl sexueller Kontakte. Kritiker*innen von Kink-Shaming verweisen darauf, dass einvernehmliche Kink-Praktiken zwischen erwachsenen Menschen niemanden schaden und dass Scham eher zu Heimlichkeit und mangelnder Aufklärung über sichere Praktiken führt als zu weniger Kink. In Selbsthilfe- und Kink-Communitys wird deshalb oft explizit für einen schamfreien, informierten Umgang mit den eigenen Vorlieben geworben.

Verwandte Begriffe

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