Prides Locations Reisen Partys Filme News
Gay-Infos.de

Metamour

Als Metamour bezeichnet man in der Polyamorie die Partnerin oder den Partner der eigenen Partnerin oder des eigenen Partners, zu der oder dem man selbst keine romantische oder sexuelle Beziehung führt. Lebt eine Person A gleichzeitig mit B und C in Beziehungen, ohne dass B und C ihrerseits liiert sind, dann sind B und C füreinander Metamours. Der Begriff setzt sich aus dem griechischen „meta“ (jenseits, darüber hinaus) und dem französischen „amour“ (Liebe) zusammen. Wie eng oder distanziert Metamours miteinander verbunden sind, hängt stark vom gelebten Beziehungsmodell ab. Bei der sogenannten Kitchen-Table-Polyamorie pflegen Metamours einen freundschaftlichen, oft familienähnlichen Umgang miteinander, treffen sich regelmäßig und planen gemeinsame Unternehmungen. Bei paralleler Polyamorie dagegen wissen Metamours zwar voneinander, führen ihre jeweiligen Beziehungen aber weitgehend getrennt und haben wenig bis keinen direkten Kontakt zueinander. In der Praxis gilt ein respektvoller, klar kommunizierter Umgang mit Metamours als wichtiger Baustein funktionierender nicht-monogamer Beziehungsnetzwerke, unabhängig davon, ob daraus enge Freundschaft oder bloße gegenseitige Anerkennung entsteht.

Verwandte Begriffe

← Zurück zum Glossar