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Mononormativität

Mononormativität bezeichnet die gesellschaftliche Annahme, dass die monogame Zweierbeziehung die einzig legitime und erstrebenswerte Form romantischer und sexueller Partnerschaft sei. Andere Beziehungsformen wie Polyamorie oder offene Beziehungen werden dadurch implizit als Abweichung, Übergangsphase oder Ausdruck mangelnder Bindungsfähigkeit dargestellt, obwohl sie einvernehmlich zwischen den Beteiligten gelebt werden. Der Begriff macht sichtbar, dass Monogamie kulturell nicht als eine mögliche Option unter mehreren, sondern als selbstverständlicher Normalfall gilt.

In der queeren Community wird Mononormativität häufig zusammen mit Heteronormativität diskutiert: Beide Normen wirken zusammen, wenn etwa nur monogame gleichgeschlechtliche Paare als gesellschaftlich anerkannt gelten. Polyamore und nichtmonogame Menschen berichten von Benachteiligung im Familien-, Sorge- und Mietrecht, das strukturell auf Zweierbeziehungen ausgelegt ist. Der Begriff ergänzt die bereits im Glossar vorhandene Polyamorie-Ethik um die gesellschaftliche Normebene, gegen die sich nichtmonogame Lebensweisen behaupten müssen.

Verwandte Begriffe

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