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Orchiektomie

Die Orchiektomie ist ein chirurgischer Eingriff zur operativen Entfernung der Hoden. Im Kontext geschlechtsangleichender Behandlungen ist sie einer der häufigsten Schritte für trans Frauen und andere Personen, die eine Reduktion körpereigener Testosteronproduktion anstreben. Der Eingriff dauert in der Regel nur etwa 30 bis 60 Minuten und gilt damit als einer der kürzesten und unkompliziertesten geschlechtsangleichenden Operationen. Studien zur Komplikationsrate bei Transgender-Personen weisen eine sehr geringe Häufigkeit ernsthafter Zwischenfälle aus. Nach einer Orchiektomie sinkt der Testosteronspiegel deutlich, wodurch viele Betroffene bestehende Hormonbehandlungen reduzieren oder anpassen können. Die Orchiektomie kann als eigenständiger Eingriff erfolgen oder Teil umfassenderer Operationen sein, etwa in Kombination mit einer Vaginoplastik. Für manche Personen stellt sie einen bewussten Zwischenschritt dar – etwa weil eine vollständige Vaginoplastik (noch) nicht gewünscht oder medizinisch möglich ist –, für andere ist sie der einzige gewünschte operative Eingriff überhaupt. Wie bei anderen geschlechtsangleichenden Operationen variieren Zugang, Kostenübernahme und rechtliche Voraussetzungen je nach Land erheblich.

Verwandte Begriffe

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