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We'wha

We'wha war eine Angehörige des Volkes der Zuni im heutigen New Mexico und gilt als eine der bekanntesten historischen Persönlichkeiten dessen, was heute mit dem panindianischen Begriff Two-Spirit beschrieben wird. Innerhalb der Zuni-Kultur nahm sie die Rolle einer lhamana ein, eine sozial anerkannte dritte Geschlechterrolle für männlich geborene Menschen, die sowohl männliche als auch weibliche Aufgaben übernehmen und dabei besonderes gesellschaftliches Ansehen genießen.

Als Weberin und Töpferin geachtet, bewahrte We'wha umfangreiches Wissen über Geschichte und religiöse Praktiken ihres Volkes. Auf Vermittlung der Anthropologin Matilda Coxe Stevenson reiste We'wha nach Washington, D.C., um dort am Smithsonian Institution bei ethnografischen Arbeiten mitzuwirken und Webtechniken zu demonstrieren. Während dieses Aufenthalts wurde We'wha von der Öffentlichkeit überwiegend als Frau wahrgenommen und traf unter anderem den amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Als eines der am besten dokumentierten Beispiele für die Existenz und gesellschaftliche Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt in indigenen nordamerikanischen Kulturen vor der europäischen Kolonisierung gilt We'whas Leben heute. Häufig wird es herangezogen, um zu zeigen, dass Geschlechtervielfalt keine westliche Erfindung der Gegenwart ist.

Verwandte Begriffe

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