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White Night Riots

Die White Night Riots waren gewaltsame Proteste in San Francisco, ausgelöst durch das milde Gerichtsurteil gegen Dan White, den Mörder des Bürgerrechtlers und Stadtrats Harvey Milk sowie von Bürgermeister George Moscone. White, selbst ehemaliger Stadtrat, hatte beide Männer erschossen, nachdem der Bürgermeister sich geweigert hatte, ihn nach seinem Rücktritt wieder in sein Amt einzusetzen. Seine Verteidigung stützte sich auf das später als „Twinkie-Defense" bekannt gewordene Argument, stark zuckerhaltige Nahrung habe seine Zurechnungsfähigkeit beeinträchtigt – das Gericht verurteilte ihn daraufhin lediglich wegen Totschlags zu einer vergleichsweise kurzen Haftstrafe.

Als das Urteil bekannt wurde, versammelten sich zunächst rund 500 Menschen im Castro District zu einem spontanen, zunächst friedlichen Protestmarsch, dem sich im Verlauf des Abends tausende weitere anschlossen. Am Rathaus eskalierte die Demonstration zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei, bei denen Fahrzeuge in Brand gesteckt und zahlreiche Menschen verletzt wurden. Für die queere Community San Franciscos wurden die Ausschreitungen zum Symbol dafür, wie wenig Gewalt gegen schwule Menschen und ihre Fürsprecher rechtlich geahndet wurde – und prägen bis heute die Erinnerungskultur rund um Harvey Milk.

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