Ein Zine (Kurzform von magazine oder fanzine) ist eine nichtkommerzielle, oft selbst gemachte Publikation, die meist von einer Person oder einer sehr kleinen Gruppe herausgegeben und häufig kopiert verbreitet wird. Üblich sind Auflagen unter 1.000 Exemplaren, oft unter 100. Zines sind eng mit dem Do-it-yourself-Gedanken von Subkulturen verbunden. Queerzines sind Zines, die queere Themen, Biografien, Kunst und Politik behandeln.
Historisch boten Zines Gruppen ein Forum, die in etablierten Medien kaum vorkamen. Sie ermöglichen es, eigene Erfahrungen zu veröffentlichen, sich zu vernetzen und Identität zu entwickeln, ohne auf Verlage oder Redaktionen angewiesen zu sein. Deshalb gelten sie heute als Zeugnisse sonst wenig dokumentierter Gemeinschaften, und Archive sowie Bibliotheken sammeln sie.
Eine besondere Rolle spielt das Zine J.D.s, herausgegeben von G. B. Jones und Bruce LaBruce in Toronto. Es wird weithin als Auslöser der Queercore-Szene angesehen, einer queeren Punk-Bewegung, die sich ab Mitte der 1980er Jahre in Kanada und den USA bildete. Queercore äußerte sich ausdrücklich in Magazinen, Musik, Texten und Film. Auch in der Riot-Grrrl-Szene waren Fanzines ein zentrales Mittel der Vernetzung.