Die Frauenrechtlerin und Ms.-Mitbegründerin Gloria Steinem ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Sie prägte die zweite Welle des Feminismus in den USA und setzte sich früh für die Rechte lesbischer und queerer Menschen ein.
Bild: KI-generiert · Illustration
Die Frauenrechtlerin und Journalistin Gloria Steinem ist am 3. September 2026 im Alter von 92 Jahren in ihrem Zuhause in Manhattan gestorben, umgeben von Angehörigen. Über Jahrzehnte prägte sie die zweite Welle der amerikanischen Frauenbewegung – und stand dabei früh an der Seite der queeren Community.
Geboren wurde Steinem am 25. März 1934 in Toledo, Ohio. Nach dem Studium am Smith College arbeitete sie zunächst als Journalistin, unter anderem für das von ihr mitgegründete Magazin „New York". 1971 gründete sie gemeinsam mit Bella Abzug, Shirley Chisholm, Betty Friedan und weiteren Aktivistinnen den National Women's Political Caucus. Im selben Jahr entstand „Ms.", das erste landesweite feministische Magazin der USA, das jahrelang Themen wie die Gleichstellungsverfassung mit vorantrieb.
Innerhalb der Frauenbewegung widersprach Steinem früh der Vorstellung, lesbische Frauen seien eine Gefahr für den Feminismus – eine Position, die in den 1970er-Jahren keineswegs selbstverständlich war. Lange bevor die Ehe für alle in den USA politisch mehrheitsfähig wurde, forderte sie offen das Recht auf rechtlich bindende Ehen für gleichgeschlechtliche Paare. 2013 erhielt sie dafür und für ihr Lebenswerk die Presidential Medal of Freedom.
GLAAD-Präsidentin Sarah Kate Ellis würdigte Steinem als Verbündete, die verstanden habe, dass feministischer Fortschritt ohne die vollständige Einbeziehung trans Menschen unvollständig bleibt. Auch die Human Rights Campaign hob hervor, dass Steinem sich zu einer Zeit an die Seite der queeren Community stellte, als das in Hollywood und Politik längst nicht selbstverständlich war.
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