Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August veröffentlicht das Statistische Bundesamt (Destatis) neue Zahlen zur queeren Jugend in Deutschland. Grundlage ist unter anderem eine Ipsos-Erhebung, wonach sich 22 Prozent der Generation Z hierzulande als LGBTIQ+ identifizieren – umgerechnet rund 1,8 Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren. Keine ältere Generation weist einen vergleichbar hohen Anteil auf.
Gleichzeitig wird diese Altersgruppe selbst kleiner. Ende 2025 lebten in Deutschland rund 8,3 Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren – nur noch 10 Prozent der Gesamtbevölkerung und damit der niedrigste Stand seit Anfang der 2020er Jahre. 1983 hatte der Anteil dieser Altersgruppe noch bei 16,7 Prozent gelegen. Eine wachsende Sichtbarkeit queerer Identität trifft damit auf eine demografisch schrumpfende Jugend.
Die Daten zeigen zudem Unterschiede nach Herkunft und Region: Bei jungen Menschen mit Einwanderungsgeschichte liegt der Anteil der 15- bis 24-Jährigen an der Gesamtbevölkerung bei 12,2 Prozent, bei Menschen ohne Einwanderungsgeschichte bei 8,5 Prozent. Unter den Bundesländern hat Bremen mit 11,1 Prozent den höchsten Jugendanteil, gefolgt von Hamburg (10,5 Prozent) und Baden-Württemberg (10,4 Prozent).
Im EU-Vergleich liegt Deutschland mit 10 Prozent leicht unter dem Durchschnitt von 10,7 Prozent. Für Verbände, die sich an junge queere Menschen richten, bedeutet die Kombination aus hohem Anteil und schrumpfender Gesamtgruppe: Die Zielgruppe wird sichtbarer, aber zahlenmäßig nicht größer.
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