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Studie: Trans Männer verlieren Schwangerschaften offenbar häufiger

Studie: Trans Männer verlieren Schwangerschaften offenbar häufiger
Eine Übersichtsstudie deutet auf höhere Fehlgeburtenraten bei trans Männern hin – belastbare Schlüsse lassen die vorhandenen Daten laut den Forschenden aber noch nicht zu.

Eine neue Übersichtsstudie deutet darauf hin, dass schwangere trans Männer häufiger eine Fehlgeburt erleiden als cis Frauen – belastbare Schlüsse lassen die Daten laut den Forschenden aber noch nicht zu. Für die im Fachjournal Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica veröffentlichte Analyse werteten Wissenschaftler 44 vorhandene Studien aus.

Demnach liegt die Fehlgeburtenrate bei trans Männern zwischen 31 und 40 Prozent, während sie in der Gesamtbevölkerung bei 11 bis 22 Prozent liegt. Die Forschenden weisen jedoch darauf hin, dass in den ausgewerteten Studien direkte Vergleichsgruppen fehlten. Ob die höhere Rate mit einer transmaskulinen Identität selbst oder etwa mit einer Testosteroneinnahme vor der Schwangerschaft zusammenhängt, lässt sich damit nicht sicher sagen.

Die Autoren sprechen von einem „dringenden" Bedarf an weiterer, methodisch sauberer angelegter Forschung. Bislang sei die Datenlage zu Schwangerschaften bei trans Männern insgesamt dünn – ein Umstand, der laut der Studie sowohl für Betroffene als auch für behandelndes medizinisches Personal Risiken birgt, weil wichtige Informationen fehlen.

Für trans Männer, die eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind, unterstreicht die Studie vor allem eines: Es braucht mehr und bessere Forschung, um sie und ihre medizinischen Betreuer verlässlich einzubeziehen. Bis belastbare Zahlen vorliegen, bleibt die Beratung in vielen Fällen auf allgemeine Erfahrungswerte aus der cis-Bevölkerung angewiesen.

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