Im Senegal hat das neue Anti-Homosexuellen-Gesetz zu einer Welle von Gewalt und Diskriminierung geführt. Diese Entwicklung hat nicht nur das Leben von LGBTQ+-Personen erschwert, sondern auch die Versorgung von Menschen mit HIV stark beeinträchtigt. Aktivisten berichten von einer zunehmenden Stigmatisierung und Angst in der Community. Die Gesetzesverschärfung hat dazu geführt, dass viele Menschen aus Angst vor Verfolgung keine medizinische Hilfe mehr in Anspruch nehmen. Internationale Menschenrechtsorganisationen fordern die senegalesische Regierung auf, die Gesetze zu überdenken und die Sicherheit und medizinische Versorgung für alle Bürger zu gewährleisten.
Verwandte Artikel
Ein Rugby-Spieler kämpft gegen die Homophobie im eigenen Sport
Als Zwölfjähriger outete sich der irische Rugby-Spieler Kyle Loughman und erlebte danach Ausgrenzung im eigenen Team. Nach Jahren der Pause fand er beim inklusiven Verein San Francisco Fog zu seinem Sport zurück.
Welt-Aids-Konferenz in Rio: Neue Medikamente, aber weniger Geld
Auf der Welt-Aids-Konferenz in Rio de Janeiro zeigen neue PrEP-Präparate und Stammzelltherapien eindrucksvolle Fortschritte – während die globale Finanzierung der Aids-Bekämpfung durch US-Kürzungen auf das Niveau von 2008 zurückfällt und tausende Kliniken schließen müssen.
Senegal: 28 wegen Homosexualität Angeklagte freigelassen – Staatsanwaltschaft legt Berufung ein
Ein Gericht in Senegal hat 28 von 99 wegen homosexueller Handlungen angeklagten Männern die Anklage fallengelassen. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein, die übrigen 71 bleiben angeklagt – seit April 2026 drohen in Senegal bis zu zehn Jahre Haft.