Marina Abramovićs Ausstellung im Berliner Gropius Bau thematisiert Erotik als Ritual, doch gleichgeschlechtliches Begehren bleibt im Hintergrund.
In ihrer neuesten Ausstellung im Berliner Gropius Bau präsentiert Marina Abramović „Balkan Erotic Epic“, eine Erkundung von Erotik als Ritual und kollektive Körperpraxis. Die Ausstellung thematisiert Macht und Tradition, lässt jedoch gleichgeschlechtliches Begehren auffällig im Hintergrund. Kritiker bemängeln, dass die Ausstellung zwar provokant und visuell beeindruckend ist, jedoch den rosa Elefanten der Homophobie im Raum ignoriert. Abramovićs Werk wird oft für seine intensive Auseinandersetzung mit Körper und Identität gelobt, doch in diesem Fall scheint es, als ob ein wichtiges Element der queeren Erfahrung übersehen wurde.
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