Im Senegal ist ein junger Mann zu sechs Jahren Haft verurteilt worden, nachdem das verschärfte Anti-Homosexuellen-Gesetz in Kraft getreten ist. Dieses Urteil markiert den ersten Fall unter dem neuen Gesetz, das weltweit für Kritik sorgt. Menschenrechtsorganisationen verurteilen die Entscheidung als Rückschritt und fordern die internationale Gemeinschaft auf, Druck auf die senegalesische Regierung auszuüben, um die Rechte der LGBTIQ+-Community zu schützen. Die Situation im Senegal zeigt die anhaltenden Herausforderungen, denen queere Menschen in vielen Teilen der Welt gegenüberstehen.
Verwandte Artikel
Indonesien erklärt LGBTIQ+-Community per Dekret zur Bedrohung
Ein Präsidialdekret stuft LGBTIQ+-Menschen in Indonesien offiziell als Bedrohung für die nationale Sicherheit ein. Seither berichten Menschenrechtsorganisationen von organisierter Gewalt, Erpressung durch selbsternannte Milizen und Polizeirazzien gegen queere Menschen im ganzen Land.
Senegal: 28 wegen Homosexualität Angeklagte freigelassen – Staatsanwaltschaft legt Berufung ein
Ein Gericht in Senegal hat 28 von 99 wegen homosexueller Handlungen angeklagten Männern die Anklage fallengelassen. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein, die übrigen 71 bleiben angeklagt – seit April 2026 drohen in Senegal bis zu zehn Jahre Haft.
Uganda lässt Anklage gegen Frauen nach Kuss-Vorwurf fallen
In Uganda sind Ermittlungen gegen zwei Frauen eingestellt worden, denen ein öffentlicher Kuss und eine gleichgeschlechtliche Zusammenkunft vorgeworfen wurden. Ihnen drohte nach dem verschärften Anti-Homosexuellen-Gesetz eine Haftstrafe von bis zu zwanzig Jahren.