Das Parlament in Senegal hat ein Gesetz verabschiedet, das die Höchststrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen verdoppelt. Die Nationalversammlung stimmte am Mittwoch (11. März) für das Gesetz, das die Strafe auf bis zu zehn Jahre Gefängnis erhöht. Homosexualität ist bereits in Senegal kriminalisiert, aber die neuen Maßnahmen verschärfen die rechtlichen Konsequenzen erheblich. Kritiker der Gesetzgebung warnen vor einer Zunahme der Diskriminierung und Gewalt gegen die LGBTQ+-Gemeinschaft im Land. Die Gesetzesänderung wird als Rückschritt für die Menschenrechte in Senegal angesehen und stößt international auf scharfe Kritik. Menschenrechtsorganisationen fordern die senegalesische Regierung auf, die Entscheidung zu überdenken und die Rechte sexueller Minderheiten zu schützen.
Verwandte Artikel
Georgia wählt ersten offen LGBTQ+ Abgeordneten in den US-Kongress
Everton Blair gewann eine Stichwahl um einen Sitz im Repräsentantenhaus – als erster offen LGBTQ+ Abgeordneter aus Georgia, wenn auch nur für vier Monate.
Indonesien erklärt LGBTIQ+-Community per Dekret zur Bedrohung
Ein Präsidialdekret stuft LGBTIQ+-Menschen in Indonesien offiziell als Bedrohung für die nationale Sicherheit ein. Seither berichten Menschenrechtsorganisationen von organisierter Gewalt, Erpressung durch selbsternannte Milizen und Polizeirazzien gegen queere Menschen im ganzen Land.
US-Regierung lässt Kliniken wegen Abrechnung von Trans-Jugendmedizin durchleuchten
Vizepräsident JD Vance lässt Dutzende Kliniken wegen mutmaßlich betrügerischer Abrechnung von Trans-Jugendmedizin untersuchen. Grundlage ist ein HHS-Bericht, den Ärzteverbände und die Human Rights Campaign scharf zurückweisen.