In Dresden-Gorbitz greifen mutmaßlich drei Männer eine 45-jährige trans Frau an und verletzen sie schwer. Zwei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft, die Polizei geht von einem transfeindlichen Motiv aus.
Bild: KI-generiert · Illustration
Im Dresdner Stadtteil Gorbitz ist am späten Freitagabend eine 45-jährige trans Frau von mutmaßlich drei Männern angegriffen und schwer verletzt worden. Die Tat ereignete sich gegen 23 Uhr am Amalie-Dietrich-Platz. Nach Polizeiangaben sollen die Männer, die zuvor Alkohol getrunken hatten, die Frau geschubst, geschlagen und wiederholt gegen den Kopf getreten haben. Sie erlitt einen Nasenbein- und einen Jochbeinbruch und musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Täter entwendeten zudem ihren Rucksack samt Ausweis.
Noch in derselben Nacht konnte die Polizei zwei mutmaßliche Tatbeteiligte im Alter von 20 und 29 Jahren ermitteln und festnehmen; ein dritter Verdächtiger ist weiterhin auf der Flucht. Einer der Festgenommenen ist wegen des Verwendens verbotener NS-Symbole vorbestraft. Beide äußerten sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Dresden Haftbefehl gegen sie – die Vorwürfe lauten auf gefährliche Körperverletzung und Diebstahl.
Die Ermittler:innen gehen davon aus, dass die Tat transfeindlich motiviert war. Die Staatsanwaltschaft Dresden führt das Verfahren und bittet die Öffentlichkeit um Hinweise zur Identifizierung des dritten Verdächtigen. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden hat die Zahl erfasster Hassdelikte gegen queere Menschen in Sachsen zuletzt zugenommen.
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