Zwei Frauen sind wegen der wochenlangen Folter und Tötung des trans Mannes Sam Nordquist zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Ermittler nannten den Fall einen der grausamsten ihrer Laufbahn, weitere Angeklagte erwarten noch ihre Prozesse.
Bild: KI-generiert · Illustration
Ein Gericht im US-Bundesstaat New York hat zwei Frauen wegen der Folter und Tötung des 24-jährigen trans Mannes Sam Nordquist zu lebenslanger Haft ohne Aussicht auf Bewährung verurteilt. Wie Advocate und LGBTQ Nation berichten, hatte Precious Arzuaga die Tat als Anführerin organisiert. Sie hatte Nordquist unter dem Vorwand einer Online-Beziehung aus Minnesota nach New York gelockt und ihn dort wochenlang gefangen gehalten. Mehrere Beteiligte schlugen und missbrauchten ihn während dieser Zeit.
Auch Jennifer Quijano wurde zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt. Richterin Kristina Karle sagte bei der Urteilsverkündung an Arzuaga gerichtet, Nordquist sei auf der Suche nach Liebe gewesen und habe stattdessen sie gefunden. Nordquists Schwester sagte während des Verfahrens aus, ihr Bruder habe sich nichts sehnlicher gewünscht, als für das geliebt zu werden, was er war.
Ermittler*innen bezeichneten den Fall als einen der grausamsten, mit denen sie je befasst waren. Die Staatsanwaltschaft geht laut Berichten möglichen weiteren Anklagen nach, die auch die Todesstrafe umfassen könnten. Mehrere weitere Angeklagte, die an der wochenlangen Gefangenschaft und den Misshandlungen beteiligt gewesen sein sollen, erwarten noch ihre eigenen Prozesse.
Der Mord an Nordquist hatte im vergangenen Jahr bundesweit Entsetzen ausgelöst und wurde in der trans Community als Symbol für die anhaltende Gewalt gegen trans Menschen in den USA wahrgenommen. Bürgerrechtsorganisationen fordern seither eine konsequentere strafrechtliche Verfolgung transfeindlicher Gewalttaten.
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