Ein 18-Jähriger aus Utah muss sich wegen monatelanger Droh- und Stalking-Nachrichten gegen einen schwulen früheren Mitschüler verantworten. Die Anklage umfasst eine Hassverbrechens-Klausel.
Bild: KI-generiert · Illustration
Ein 18-Jähriger aus Provo im US-Bundesstaat Utah muss sich wegen einer monatelangen Droh- und Stalking-Kampagne gegen einen früheren Mitschüler verantworten. Damyen Vainuku soll sein Opfer, einen schwulen Mann, über mehrere Social-Media-Konten verfolgt und mit insgesamt 13 Drohungen unter Beigabe von Waffenfotos eingeschüchtert haben. Zudem drohte er, intime Videos des Mannes zu veröffentlichen und dessen Familie zu schaden.
Ermittler fanden Nachrichten, in denen Vainuku schrieb, er könne es „kaum erwarten, eine schwule Person zu töten", garniert mit Bezügen auf die sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität des Opfers. Gegenüber den Behörden räumte er ein, die Drohungen gezielt wegen der Identität des Mannes verschickt zu haben.
Die Anklage umfasst Stalking als Verbrechen zweiten Grades, sechs Fälle illegalen Waffenbesitzes als Verbrechen dritten Grades sowie Bedrohung und Belästigung als Vergehen der Klasse A. Alle drei Hauptanklagepunkte tragen eine „Targeting"-Klausel – Utahs Entsprechung zur Hassverbrechens-Einstufung. Sie greift, weil sich die Taten gezielt gegen die sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität des Opfers richteten, und erlaubt im Fall einer Verurteilung eine härtere Strafzumessung als bei vergleichbaren Delikten ohne diesen Bezug. Vainuku wurde am 25. August festgenommen, die Anklage folgte drei Tage später.
Der Bezirksstaatsanwalt von Salt Lake County, Sim Gill, kommentierte den Fall knapp: Gewaltandrohungen seien inakzeptabel, und die Sicherheit der Betroffenen habe Vorrang.
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