Paul Drayton, Ex-Mann des Comedians Alan Carr, wurde über Grindr Ziel eines Erpressungsversuchs mit intimen Fotos. Er zahlte nicht, erstattete Anzeige und machte den Fall öffentlich.
Bild: KI-generiert · Illustration
Über die Dating-App Grindr nahm ein Erpressungsversuch seinen Ausgang, der sich gegen Paul Drayton richtete, den früheren Ehemann des britischen Comedians Alan Carr. Unbekannte drohten damit, intime Fotos zu veröffentlichen, die Drayton dort verschickt hatte, sollte er nicht zahlen.
Nach seiner Schilderung fotografierte jemand mit einem zweiten Gerät die eigentlich nur kurz sichtbaren, sich selbst löschenden Bilder aus einem Grindr-Chat ab. Die Erpresser kontaktierten ihn anschließend über mehrere WhatsApp-Konten, hinter denen sie Fotos attraktiver Männer als Profilbilder nutzten. Um den Druck zu erhöhen, brachten sie im Verlauf der Nachrichten auch Draytons verstorbenen Vater ins Spiel.
Drayton zahlte nicht. Stattdessen erstattete er Anzeige bei der Polizei von West Sussex und dokumentierte den Vorfall öffentlich auf Instagram. Den Erpressern hielt er entgegen, sie könnten die Bilder ruhig veröffentlichen. Rückblickend beschreibt er den Moment, in dem er die Drohnachricht erhielt, so: Ihm sei buchstäblich das Blut in den Adern gefroren, das Nervensystem sei sofort in Alarmbereitschaft gegangen. Beunruhigend finde er vor allem den Gedanken, tatsächlich beobachtet worden zu sein. Die Polizei von Sussex bestätigte, dem Hinweis nachzugehen und mit der meldenden Person in Kontakt zu stehen. Der Fall reiht sich in eine wachsende Zahl von sogenannten Sextortion-Versuchen ein, bei denen Täter gezielt Dating-Apps nutzen, um an kompromittierendes Material heranzukommen.
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