In Christopher Nolans Verfilmung von Homers „Odyssee“ übernimmt Elliot Page die Rolle des Sinon, eines griechischen Soldaten und Cousins von Odysseus, der im Trojanischen Krieg kämpft und beim Trick mit dem Hölzernen Pferd eine Rolle spielt. Der Film kommt am 17. Juli 2026 in die britischen und US-amerikanischen Kinos.
Vor Bekanntgabe der tatsächlichen Besetzung waren Gerüchte im Umlauf, Page könnte den Krieger Achilles spielen. Das reichte aus, um eine Welle rechter Kritik auszulösen. Der Nachrichtenmoderator Rob Finnerty erklärte, ein trans Mann dürfe eine Figur wie Achilles nicht spielen, die „in der gesamten Geschichte als übermenschlicher Krieger beschrieben“ werde – als wäre die literarische Figur eine belegte historische Person. Finnerty wandte sich in derselben Sendung auch gegen die Besetzung von Lupita Nyong'o als Helena von Troja, weil diese „eindeutig weiß“ gewesen sei.
Tatsächlich spielt Page nicht Achilles, sondern die deutlich kleinere Nebenrolle des Sinon. Der 39-Jährige bereitete sich unter anderem mit Boxtraining auf die körperlichen Anforderungen vor. Für Nolan ist es die zweite Zusammenarbeit mit Page nach „Inception“ – für Page selbst der bislang größte Mainstream-Auftritt seit seinem öffentlichen Coming-out als trans Mann.
Der Cast des Films ist prominent besetzt, unter anderem mit Matt Damon, Anne Hathaway, Tom Holland, Robert Pattinson, Zendaya und Charlize Theron. Die Aufregung um Pages Rolle verpuffte weitgehend, sobald klar wurde, welchen Part er tatsächlich übernimmt.
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