Nur noch 20 Prozent der großen US-Filme aus 2025 zeigen queere Charaktere – trans Figuren kommen der GLAAD-Studie zufolge gar nicht mehr vor.
Trotz Kassenerfolgen mit queeren Stoffen bauen die großen Hollywood-Studios LGBTIQ+-Figuren weiter ab. Das zeigt der aktuelle GLAAD-Bericht „Where We Are on Film“: Von 225 im Jahr 2025 veröffentlichten Filmen großer Studios enthielten nur 46 mindestens eine queere Figur, ein Anteil von 20,4 Prozent. Im Jahr zuvor lag die Quote noch bei 23,6 Prozent.
Es ist bereits der dritte Rückgang in Folge. Ihren Höchststand hatte die Kennzahl 2022/23 mit 28,5 Prozent erreicht, seither sinkt sie. Auch die absolute Zahl queerer Figuren brach ein, von 181 auf 112.
Besonders auffällig: Unter den mehr als 200 untersuchten Filmen kam keine einzige trans Figur vor. Auch bei Animations- und Familienfilmen fand sich in keinem der 19 ausgewerteten Titel eine queere Figur – im Vorjahr waren es noch acht Prozent. Bisexuelle Menschen stellen zudem nur zehn Prozent aller erfassten queeren Figuren, und die meisten davon bleiben Nebenfiguren statt Hauptrollen.
Eine Ausnahme bilden mittelgroß budgetierte Produktionen und Horrorfilme: Sie schnitten bei der Repräsentation besser ab und spielten wirtschaftlich mehr als das Doppelte ihrer Produktionskosten ein. Filme mit queeren Hauptfiguren wie „Hedda“ oder „Sorry, Baby“ erhielten zudem Kritikerlob. GLAAD-Präsidentin Sarah Kate Ellis warnt dennoch: Die Branche riskiere, „eine ganze Generation zu verlieren, die sich anderswo Unterhaltung sucht“. Für die Studios bedeutet das GLAAD zufolge auch ein wirtschaftliches Risiko, da sich ein wachsender Teil des Publikums zunehmend an Streaming-Serien und internationalen Produktionen orientiert, die queere Geschichten selbstverständlicher erzählen.
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