Bild: KI-generiert · Illustration
Erstmals hat Georgia ein offen LGBTQ+ Mitglied in den US-Kongress gewählt. Der 34-jährige Everton Blair setzte sich in einer Stichwahl um den 13. Kongressbezirk im Großraum Atlanta gegen Marcye Scott durch, die Tochter des verstorbenen Abgeordneten David Scott. Mit 53 zu 47 Prozent der Stimmen gewann Blair knapp, aber eindeutig.
Schwarz, offen schwul und zuvor Vorstandsmitglied sowie zeitweise Vorsitzender des Bildungsausschusses von Gwinnett County – so lässt sich Blair kurz beschreiben. Dieser Ausschuss verantwortet das größte Schulsystem Georgias. Der ehemalige Mathematiklehrer bringt zudem Abschlüsse von Harvard College, Stanford und einen Doktortitel in Bildungsleitung von Harvard mit.
Im September soll er vereidigt werden, sobald das Repräsentantenhaus seine Sitzungen wieder aufnimmt. Ungewöhnlich kurz fällt seine Amtszeit dagegen aus: Blair vervollständigt lediglich die reguläre Amtszeit von David Scott, der im Amt verstorben war, und wird nur bis Januar 2027 im Kongress sitzen. Über die Neubesetzung des Sitzes entscheiden dann reguläre Wahlen.
Trotz der kurzen Amtsdauer hat der Sieg historische Bedeutung. Blair ist der erste offen LGBTQ+ Abgeordnete, den Georgia je in den Kongress entsandt hat, und landesweit erst der dritte Schwarze, offen schwule Kongressabgeordnete überhaupt. Als sicherer demokratischer Sitz gilt sein Wahlkreis, was ihm gute Chancen einräumt, bei einer regulären Wahl im kommenden Jahr erneut anzutreten.
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