Das Landgericht Pilsen befasst sich mit der Auslieferung des Neonazis Sven Liebich an deutsche Behörden.
In Pilsen, Tschechien, hat das Landgericht den Prozess zur Auslieferung des Neonazis Sven Liebich eröffnet. Liebich, der sich auch als Marla Svenja Liebich identifiziert, steht im Verdacht, in Deutschland zahlreiche rechtsextreme Straftaten begangen zu haben. Die tschechischen Behörden prüfen nun, ob eine Auslieferung nach Deutschland rechtlich möglich ist. Der Fall hat in beiden Ländern für erhebliches Aufsehen gesorgt, da Liebich als prominente Figur der rechtsextremen Szene gilt. Die Entscheidung über die Auslieferung könnte weitreichende Konsequenzen für die Zusammenarbeit der Justizbehörden in Europa haben.
Verwandte Artikel
Rechtsextremer Provokateur Milo Yiannopoulos aus den USA abgeschoben
US-Einwanderungsbehörden haben Milo Yiannopoulos festgenommen und nach Großbritannien abgeschoben – wegen eines seit 2019 überzogenen Visums. Der frühere Breitbart-Redakteur war über Jahre für Hetze gegen trans Menschen bekannt.
Correctiv-Recherche: AfD setzt KI-Tool für queerfeindliche Propaganda ein
Eine verdeckte Recherche zeigt, wie die AfD mit der internen Plattform „Alternita" automatisiert Kampagnenmaterial erstellt – darunter Warnungen vor einer „Regenbogendiktatur".
Rechtsextreme entdecken Queerfeindlichkeit als Mobilisierungsthema
Ein neuer Bericht des Demokratiezentrums Hessen zeigt: Queerfeindliche Straftaten haben sich binnen vier Jahren vervierfacht. Rechtsextreme nutzen das Thema gezielt zur Mobilisierung.