Die FIFA steht erneut in der Kritik, da sie es versäumt hat, ihre Antidiskriminierungsrichtlinien konsequent durchzusetzen. Der britische Menschenrechtsaktivist Peter Tatchell wirft der FIFA vor, die Augen vor der Realität in Ländern zu verschließen, die Homosexualität kriminalisieren. Trotz ihrer eigenen Regeln, die Diskriminierung jeglicher Art verbieten, finden in diesen Ländern weiterhin internationale Turniere statt. Tatchell fordert die FIFA auf, klare Maßnahmen zu ergreifen und die Vergabe von Turnieren an solche Länder zu überdenken. Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Diskussion über die Verantwortung internationaler Sportorganisationen für Menschenrechte immer lauter wird.
Verwandte Artikel
WNBA räumt Fehler ein: Sicherheitspersonal zwang Fans, Shirts zur Trans-Debatte zu verdecken
Bei einem Spiel in Atlanta forderte die Sicherheit von WNBA-Fans, Shirts mit gegensätzlichen Botschaften zu Trans-Athletinnen im Sport zu verbergen. Die Liga entschuldigte sich nachträglich.
Ein Rugby-Spieler kämpft gegen die Homophobie im eigenen Sport
Als Zwölfjähriger outete sich der irische Rugby-Spieler Kyle Loughman und erlebte danach Ausgrenzung im eigenen Team. Nach Jahren der Pause fand er beim inklusiven Verein San Francisco Fog zu seinem Sport zurück.
Indonesien erklärt LGBTIQ+-Community per Dekret zur Bedrohung
Ein Präsidialdekret stuft LGBTIQ+-Menschen in Indonesien offiziell als Bedrohung für die nationale Sicherheit ein. Seither berichten Menschenrechtsorganisationen von organisierter Gewalt, Erpressung durch selbsternannte Milizen und Polizeirazzien gegen queere Menschen im ganzen Land.