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Massachusetts will trans Jugendlichen die Gesundheitsversorgung trotz Medicaid-Kürzung sichern

Massachusetts will trans Jugendlichen die Gesundheitsversorgung trotz Medicaid-Kürzung sichern

Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration

Nachdem die Trump-Regierung geschlechtsangleichende Behandlungen für unter 18-Jährige aus Medicaid gestrichen hat, will der Bundesstaat Massachusetts die Finanzierungslücke selbst schließen. Gouverneurin Healey und Generalstaatsanwältin Campbell kündigten zudem eine Klage gegen die neue Regel an.

Die US-Regierung unter Donald Trump hat am 11. August eine Regel erlassen, die geschlechtsangleichende Behandlungen für unter 18-Jährige aus der Finanzierung durch Medicaid und das Kinder-Krankenversicherungsprogramm CHIP ausschließt. Sie tritt am 13. Oktober in Kraft, für Jugendliche, die bereits eine Hormontherapie erhalten, gilt eine sechsmonatige Übergangsfrist. Trumps Medicaid-Chef Mehmet Oz bezeichnete die Behandlungen als schädliche "geschlechtsverleugnende Eingriffe" - eine Einschätzung, der medizinische Fachgesellschaften widersprechen, die eine solche Versorgung für einen Teil trans Jugendlicher weiterhin für angemessen halten.

Der Bundesstaat Massachusetts kündigte an, die entstehende Finanzierungslücke aus eigenen Mitteln zu schließen. Genutzt werden soll dafür der "Affirming Health Care Trust Fund", der im Juli 2026 über 8,5 Millionen Dollar verfügte. Da der Bund normalerweise 50 Prozent der Medicaid-Kosten für Kinder und 65 Prozent der CHIP-Kosten trägt, müsste der Fonds genau diesen Anteil übernehmen. 2024 gab die staatliche Krankenversicherung MassHealth 3,6 Millionen Dollar für geschlechtsangleichende Versorgung von Minderjährigen aus, mehr als 2,6 Millionen davon für Hormontherapien. Wie es um die Finanzierung von Pubertätsblockern konkret steht, ließ der Bundesstaat bislang offen.

Gouverneurin Maura Healey erklärte, man werde weiter mit Leistungserbringern zusammenarbeiten, damit alle Menschen in Massachusetts - einschließlich der queeren Bevölkerung - die medizinische Versorgung erhalten, die sie brauchen. Generalstaatsanwältin Andrea Campbell nannte die neue Bundesregel rechtswidrig und kündigte eine gerichtliche Klage dagegen an.

16.08.2026

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