Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Im US-Bundesstaat North Carolina bringt eine Abgeordnete der Republikaner eine Gesetzesinitiative ins Gespräch, die Schulpersonal zu „geschlechtsangemessener, professioneller Kleidung" verpflichten soll. Auslöser war die Einstellung einer trans Musiklehrerin an einer Grundschule im Wake County Public School System. Die Abgeordnete Erin Paré erklärte, sie habe Beschwerden von Eltern erhalten, nannte Schule und Lehrkraft aber nicht namentlich.
Paré sagte, es sei „vielleicht an der Zeit", einen entsprechenden Gesetzentwurf einzubringen – ein förmlicher Antrag liegt bislang nicht vor. Die Campaign for Southern Equality nannte den Vorstoß „grausam und vermutlich rechtswidrig": Trans Menschen arbeiteten in jedem Beruf, auch im Bildungswesen, und hätten ein Recht auf Würde am Arbeitsplatz. Die Bürgerrechtsorganisation ACLU of North Carolina argumentierte über ihre Direktorin Liz Barber, Kleidung sei Ausdruck der eigenen Identität, unabhängig davon, ob am Wochenende oder im Job getragen.
Die demokratische Abgeordnete Julia Greenfield kritisierte, die vermeintliche Sorge um „professionelle Kleidung" ziele erkennbar allein auf Identität und Erscheinungsbild der betroffenen Lehrkraft ab. Juristisch berufen sich Kritikerinnen und Kritiker auf zwei Präzedenzfälle des Supreme Court: Das Urteil Bostock v. Clayton County von 2020 stellte fest, dass Diskriminierung wegen sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität als Diskriminierung aufgrund des Geschlechts gilt und damit unter Titel VII des Bundesrechts fällt. Bereits 1989 hatte der Fall Price Waterhouse v. Hopkins festgehalten, dass Personalentscheidungen, die auf Geschlechterstereotypen beruhen, gegen Bundesrecht verstoßen können.
Der Vorstoß reiht sich in eine Serie ähnlicher Initiativen in republikanisch geführten US-Bundesstaaten ein, die zuletzt verstärkt auf trans Lehrkräfte und Schulangestellte zielten.
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