Coming-in bezeichnet den oft langwierigen inneren Prozess, die eigene sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität zunächst sich selbst gegenüber anzuerkennen – im Unterschied zum Coming-out, bei dem diese Identität anderen Menschen mitgeteilt wird.
Der Begriff macht sichtbar, dass ein Coming-out nicht der erste Schritt ist: Ihm geht meist eine Phase des Zweifelns, Erkennens und Annehmens voraus, die je nach persönlichem und gesellschaftlichem Umfeld unterschiedlich lange dauern kann. Manche Menschen durchleben ein Coming-in bereits in der Kindheit, sprechen aber erst Jahre später offen darüber.