Der Compton's Cafeteria Riot war ein Aufstand trans Frauen und Drag Queens im August 1966 im Tenderloin-Viertel von San Francisco – drei Jahre vor den Stonewall-Unruhen in New York und damit einer der frühesten dokumentierten Widerstandsakte der queeren Bewegung in den USA. Gene Compton's Cafeteria war damals eines der wenigen Lokale, in denen sich trans Personen und Drag Queens aufhalten durften, wurde aber immer wieder Ziel von Polizeischikanen. Als eine Polizeibeamtin einer trans Frau gewaltsam einen Kaffee entriss, wehrte diese sich, indem sie ihr den Becher entgegenschleuderte – der Funke, der die Situation eskalieren ließ. Weitere Gäste griffen ein, es flogen Geschirr und Möbel, Fensterscheiben und ein Zeitungsstand vor dem Lokal gingen zu Bruch, Polizeiautos wurden beschädigt. Der Aufstand markierte den Beginn organisierter trans Aktivist:innenarbeit in San Francisco und führte in der Folge zu ersten sozialen und rechtlichen Reformen für trans Menschen in der Stadt. Das Tenderloin-Viertel, in dem sich das Cafeteria befand, ist heute als Transgender District offiziell benannt – der weltweit erste rechtlich anerkannte trans Kulturbezirk.