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Dewey's Sit-ins

Buchstabe D 44 Begriffe
Am 25. April 1965 verweigerte das Diner-Restaurant Dewey's in Philadelphia einer Gruppe junger Menschen die Bedienung, weil sie nach Einschätzung des Personals "homosexuell", "männlich wirkende Frauen" oder "weiblich wirkende Männer" seien oder nonkonforme Kleidung trugen. Drei Teenager weigerten sich zu gehen; rund 150 Unterstützerinnen und Unterstützer schlossen sich der Sitzblockade an. Die Polizei nahm die drei Jugendlichen fest, was weitere Proteste auslöste, organisiert unter anderem von Clark Polak, dem Präsidenten der lokalen Bürgerrechtsorganisation Janus Society. Am 2. Mai 1965 fand ein zweites Sit-in statt, diesmal ohne Festnahmen. Kurz danach nahm Dewey's die diskriminierende Kleiderordnung zurück. Die Proteste gelten als eine der frühesten organisierten Aktionen für Bürgerrechte queerer Menschen in den USA, vier Jahre vor den Stonewall-Unruhen in New York. Sie zeigen, dass Widerstand gegen Diskriminierung in Restaurants und öffentlichen Räumen bereits Mitte der 1960er-Jahre organisiert stattfand, oft getragen von jungen und obdachlosen queeren Menschen, die von etablierteren homophilen Organisationen zunächst kaum wahrgenommen wurden.

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