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Dyadisch

Buchstabe D 44 Begriffe

Dyadisch beschreibt Menschen, deren körperliche Geschlechtsmerkmale – Chromosomen, Hormone, Gonaden und Genitalien – sich eindeutig als weiblich oder männlich einordnen lassen. Der Begriff ist damit das Gegenstück zu inter* beziehungsweise intergeschlechtlich: dyadisch bedeutet nicht intersex. Ein gebräuchliches Synonym ist endogeschlechtlich, oft verkürzt zu „endo".

Die Bezeichnung stammt aus der intergeschlechtlichen Community und macht sichtbar, dass das medizinisch und gesellschaftlich als Norm gesetzte „eindeutig männlich oder weiblich" selbst eine Kategorie ist und keine neutrale Voreinstellung. Ähnlich wie der Begriff „cis" deutlich macht, dass Cis-Sein keine Norm, sondern eine Position in einem Machtverhältnis ist, benennt „dyadisch", dass dyadische Menschen gegenüber inter* Personen in medizinischen, rechtlichen und sozialen Systemen bevorzugt werden.

In der Praxis findet der Begriff vor allem dort Verwendung, wo es um Sprache auf Augenhöhe geht: Statt inter* Personen implizit als Abweichung von einer unbenannten Norm zu beschreiben, benennt „dyadisch" diese Norm ausdrücklich.

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