Erzwungene Heterosexualität (englisch: compulsory heterosexuality) ist ein von der Feministin Adrienne Rich geprägtes Konzept, das beschreibt, wie gesellschaftliche Strukturen, Normen und Institutionen Heterosexualität als selbstverständlich und alternativlos darstellen. Dieses System übt Druck auf alle aus, heterosexuell zu sein oder es zumindest nach außen darzustellen. Erzwungene Heterosexualität erklärt, warum viele nicht-heterosexuelle Menschen erst spät ihr Coming-out haben oder ihre Identität verbergen. Das Konzept ist grundlegend für feministische und queere Theorien.