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Fat-Acceptance-Bewegung

Buchstabe F 29 Begriffe

Die Fat-Acceptance-Bewegung entstand Ende der 1960er-Jahre als gesellschaftliche Reaktion auf Diskriminierung dicker Menschen. Einen frühen Höhepunkt markierte 1967 ein „Fat-in" im New Yorker Central Park, bei dem Teilnehmende gegen Schlankheitsnormen protestierten, indem sie aßen, Schilder trugen und Diätbücher verbrannten.

1969 gründete Bill Fabrey die National Association to Advance Fat Acceptance (NAAFA) – ausgelöst durch Diskriminierungserfahrungen seiner Frau. NAAFA gilt bis heute als eine der wichtigsten Organisationen der Bewegung. 1972 entstand mit dem Fat Underground eine feministisch geprägte Abspaltung, die unter anderem den Satz prägte, eine Diät sei „die Behandlung einer Krankheit, die es nicht gibt".

Die Bewegung richtet sich gegen Diskriminierung dicker Menschen in Arbeitswelt, Gesundheitsversorgung, Wohnungssuche und öffentlichem Raum, gegen einseitige Medienbilder und für gewichtsneutrale Ansätze in der Medizin. Sie überschneidet sich an mehreren Stellen mit queeren Communitys: In der Bear- und Chub-Subkultur schwuler und bisexueller Männer werden größere Körper positiv besetzt, wenn auch mit einer eigenen Dynamik gegenüber der eher weiblich geprägten Aktivistinnenszene der Fat-Acceptance-Bewegung. Kritisiert wird an der Bewegung bis heute, dass Männer, Menschen mit geringem Einkommen und Schwarze sowie andere nicht-weiße Personen in ihr unterrepräsentiert bleiben.

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