„Paris Is Burning“ ist ein Dokumentarfilm von Jennie Livingston über die Ballroom-Szene in New York. Gedreht wurde über sieben Jahre ab Mitte der 1980er, der Film kam am 13. September 1990 in Toronto und am 13. März 1991 in New York ins Kino.
Er zeigt Bälle, auf denen Teilnehmende in festen Kategorien auftreten und nach Tanz, Kleidung und der überzeugenden Verkörperung einer Rolle bewertet werden. Zu sehen sind unter anderem Pepper LaBeija, Dorian Corey, Willi Ninja und Venus Xtravaganza. Der Film erklärt, wie Houses als Wahlfamilien funktionieren, und zeigt Voguing, den Tanz mit stilisierten Posen.
Er gewann 1991 den Großen Preis der Jury beim Sundance Festival und den Teddy Award der Berlinale; 2016 nahm ihn die US-Kongressbibliothek ins National Film Registry auf. Kritisch äußerten sich Autorinnen wie bell hooks und Judith Butler, die Livingstons Haltung als Weiße hinter der Kamera und die Darstellungsweise hinterfragten. Weiterführend: Ballroom-Kultur, House, Vogueing.