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Radical Faeries

Die Radical Faeries sind eine 1979 in den USA entstandene spirituell-politische Bewegung schwuler Männer, die sich bewusst gegen die zunehmende Anpassung der Schwulenbewegung an bürgerliche Normen richtete. Initiiert wurde sie von Harry Hay, der bereits 1950 die Mattachine Society mitgegründet hatte, gemeinsam mit Don Kilhefner und Mitch Walker. Im Sommer 1979 rief Hay mit einem offenen Brief „An die schwulen Brüder“ zu einer „Spirituellen Konferenz für Radical Faeries“ auf, zu der über 200 Männer kamen. Die Bewegung verstand männliche Homosexualität nicht in erster Linie als sexuelle Orientierung, sondern als eigenständiges Bewusstsein mit eigener spiritueller und kultureller Tradition, die sich von heterosexuellen Normen unterscheidet. Zentrale Elemente sind Naturverbundenheit, Ritual, freier Ausdruck von Geschlecht und Sexualität sowie eine explizite Ablehnung von Assimilation. Bis heute existieren dezentral organisierte Radical-Faerie-Gemeinschaften und Rückzugsorte in den USA, Kanada, Australien und Europa.

Verwandte Begriffe

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