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Realness (Ballroom-Kultur)

Realness ist ein Begriff aus der Ballroom-Kultur und bezeichnet die Fähigkeit, in einer bestimmten Kategorie so überzeugend aufzutreten, dass die dargestellte Rolle oder Identität von der Norm-Gesellschaft als authentisch durchgehen würde - etwa als „Executive Realness" im Business-Look oder „Butch Queen Realness" als heterosexuell gelesener Mann. Ursprünglich entstand das Konzept in den überwiegend Schwarzen und lateinamerikanischen queeren Ballroom-Communitys New Yorks als spielerische und zugleich existenzielle Auseinandersetzung mit gesellschaftlichem Ausschluss: Wer in einer diskriminierenden Gesellschaft ohnehin gezwungen ist, sich anzupassen, um sicher zu sein, verwandelt dieses Passing auf der Ballroom-Bühne in eine eigene Kunstform und Wettbewerbsdisziplin. Bewertet wird Realness von einer Jury nach Kategorien, die in der Kiki- und Ballroom-Szene bis heute weiterentwickelt werden. Der Begriff wurde durch Dokumentationen wie „Paris Is Burning" und Serien wie „Pose" auch einem breiteren Publikum bekannt und ist eng mit den Konzepten Passing und Voguing verwandt.

Verwandte Begriffe

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