Regenbogenkapitalismus

Regenbogenkapitalismus bezeichnet die Vereinnahmung queerer Symbole, Kultur und Identitäten durch den Kapitalismus zu kommerziellen Zwecken. Er beschreibt die Tendenz, dass Pride-Feste und queere Symbole zunehmend als Marketinginstrument genutzt werden, während die strukturellen Ursachen von Diskriminierung und Ungleichheit unberührt bleiben. Kritiker sehen im Regenbogenkapitalismus eine Gefahr für radikale queere Politik, da er queere Identität als Konsumgut normalisiert und politischen Protest in apolitische Feierlichkeit verwandelt. Alternativen werden in Community-geführten Veranstaltungen und politisch bewussten Pride-Märschen gesucht, die auf Widerstand und Solidarität fokussieren.

Verwandte Begriffe

← Zurück zum Glossar