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Köln weiht Dirk-Bach-Platz nach jahrelangem Streit ein

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Vor dem Kölner Schauspielhaus wird am 1. Oktober, Dirk Bachs vierzehntem Todestag, der Dirk-Bach-Platz eingeweiht. Der Benennung war ein Kompetenzstreit zwischen Bezirksvertretung und Stadtrat vorausgegangen, den die Gerichte entschieden.

Köln weiht Dirk-Bach-Platz nach jahrelangem Streit ein

Bild: KI-generiert · Illustration

Vierzehn Jahre nach dem Tod von Dirk Bach trägt ein Platz in seiner Heimatstadt seinen Namen. Die Fläche zwischen Schauspielhaus und Oper in Köln wird am 1. Oktober feierlich eingeweiht. Bach starb am 1. Oktober 2012 mit 51 Jahren, das Datum ist bewusst gewählt. Der Platz heißt amtlich schon länger Dirk-Bach-Platz, die Schilder hängen bereits. Die Feier ist die Einweihung, nicht die rechtliche Benennung.

Dass es so weit kam, war nicht selbstverständlich. Der Vorschlag entstand 2021. Gewählt wurde die bis dahin namenlose Fläche vor dem Schauspielhaus an der Brüderstraße, im Alltag „Kleiner Offenbachplatz“ genannt. Bach hatte schon 1978 als 17-Jähriger am Schauspiel Köln auf der Bühne gestanden und war ab 1992 festes Ensemblemitglied. Im Juni 2022 beschloss die Bezirksvertretung Innenstadt die Benennung.

Darüber geriet sie mit dem Stadtrat aneinander. Der Rat hielt die Fläche wegen ihrer Lage bei den städtischen Bühnen für überbezirklich bedeutsam und wollte allein entscheiden. Er plante, sie dem Offenbachplatz zuzuschlagen und für Bach einen anderen Platz zu suchen. Die Bezirksvertretung unter Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne) klagte. Das Verwaltungsgericht Köln gab ihr recht, die Stadt ging in die nächste Instanz. Das Oberverwaltungsgericht Münster sah keine Anhaltspunkte für eine so große Bedeutung, dass der Rat die Zuständigkeit an sich ziehen könnte. 2025 setzte die Stadt den Beschluss von 2022 um.

Die Einweihung beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Georg Uecker führt durch den Abend, Ralph Morgenstern spricht über seinen langjährigen Freund, Dada Stievermann liest aus „Dear Dicki“, Jonathan Briefs zeichnet die Geschichte der Namensgebung nach. Veranstalter sind das Centrum Schwule Geschichte und die Aidshilfe Köln mit dem Schauspiel Köln.

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