Der CSD Dresden hat bei der Mitgliederversammlung der European Pride Organisers Association in Magdeburg den Zuschlag für den EuroPride 2029 erhalten. Es ist der erste in Deutschland seit Hamburg 2004.
Bild: KI-generiert · Illustration
Der EuroPride 2029 findet in Dresden statt. Der CSD Dresden e.V. erhielt den Zuschlag am Samstag bei der Mitgliederversammlung der European Pride Organisers Association (EPOA) in Magdeburg. Dresden war die einzige bestätigte Bewerberin, die Vergabe musste trotzdem von den Mitgliedern beschlossen werden.
Die EPOA vertritt nach eigenen Angaben mehr als 200 Pride-Organisationen in über 40 Ländern und vergibt die EuroPride-Lizenz. Nach 25 Jahren kehrt die Großveranstaltung damit nach Deutschland zurück; zuletzt war Hamburg 2004 Gastgeber.
Die Bewerbung steht unter dem Motto „Turn Walls into Bridges“. Sie will Menschen über Ländergrenzen hinweg verbinden und Brücken zwischen Ost und West, zwischen Generationen und verschiedenen Lebensrealitäten schlagen. Auch die Jahreszahlen sind bewusst gewählt: 1969 steht für Stonewall und den Beginn der modernen Pride-Bewegung, 1989 für den Mauerfall.
Laut den Bewerbungsunterlagen ist ein Veranstaltungszeitraum vom 14. Mai bis 3. Juni 2029 vorgesehen, die offizielle Eröffnung soll am 26. Mai stattfinden. Geplant sind ein Pride Village auf dem Neumarkt (26. Mai bis 2. Juni), eine Menschenrechtskonferenz im Deutschen Hygiene-Museum (30. Mai bis 1. Juni) und eine Hauptbühne auf dem Altmarkt (31. Mai bis 2. Juni). Das konkrete Programm steht noch aus.
Die Bewerbung sieht außerdem Verbindungen in andere Teile Sachsens vor. Ziel ist es, die Zusammenarbeit innerhalb der queeren Bewegung über die Region hinaus zu stärken und der sächsischen Landeshauptstadt eine internationale Bühne für die Anliegen von LGBTIQ+-Menschen zu geben. Die Zusammenarbeit soll nach dem Veranstaltungsjahr nicht enden.
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