Vor dem Coming-out-Tag veröffentlicht die Human Rights Campaign Umfrageergebnisse: 85 Prozent der befragten LGBTQ+-Erwachsenen leben mehr oder weniger offen, 56 Prozent sagen, das politische Klima mache sie zurückhaltender.
Bild: KI-generiert · Illustration
Die US-Bürgerrechtsorganisation Human Rights Campaign (HRC) hat vor dem National Coming Out Day am Sonntag Ergebnisse einer Befragung zu Offenheit und Sichtbarkeit veröffentlicht. 85 Prozent der befragten LGBTQ+-Erwachsenen bezeichneten sich als einigermaßen oder sehr offen. 33 Prozent gaben an, offener zu leben als vor zwei Jahren, 22 Prozent weniger offen.
Am deutlichsten fiel die Verschiebung bei den 18- bis 34-Jährigen aus. Rund 40 Prozent von ihnen sagten, sie seien heute offener als vor zwei Jahren, mehr als in jeder anderen Altersgruppe.
Gleichzeitig wirkt das politische Umfeld. 56 Prozent der Befragten erklärten, es mache sie weniger geneigt, offen zu leben. Unter trans und geschlechtlich nicht festgelegten Erwachsenen lag der Wert bei 70 Prozent. 78 Prozent glaubten, die Akzeptanz von trans und nichtbinären Menschen sei in den vergangenen zwei Jahren gesunken, bei lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen sahen das 45 Prozent so.
92 Prozent stimmten zu, dass mehr offen lebende LGBTQ+-Menschen die öffentliche Unterstützung für gleiche Rechte stärken. Fast die Hälfte hatte im vergangenen Jahr eine Pride oder eine andere große Community-Veranstaltung besucht.
HRC-Präsidentin Kelley Robinson sagte: „Politiker nehmen LGBTQ+-Menschen ins Visier und machen es ihnen schwerer, offen zu leben, besonders trans Menschen.“ Ein Coming-out sei zugleich zutiefst persönlich, „deine Entscheidung, in deinem Tempo“. Mit Blick auf die Zwischenwahlen in weniger als einem Monat ruft die Organisation dazu auf, diese Verbindungen in Stimmen zu übersetzen. Die Zahlen stammen aus einer Befragung der HRC selbst, eine unabhängige Studie liegt nicht vor.
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