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Dresden: Tote Ratte im Briefkasten eines queeren Frauenzentrums

Dresden: Tote Ratte im Briefkasten eines queeren Frauenzentrums

Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration

Im Briefkasten eines queeren Frauenzentrums in Dresden wurde eine tote Ratte mit durchtrenntem Hals gefunden – der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts einer politisch motivierten Tat.

Im Dresdner Stadtteil Prohlis ist zwischen dem 24. und 27. Juli eine tote Ratte mit durchtrenntem Hals im Briefkasten des FrauenBildungsHauses gefunden worden, das queere und feministische Angebote in der Oskarstraße betreibt. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts einer politisch motivierten Tat.

Ein Bekennerschreiben gab es nicht, die Ermittlungen laufen nach Angaben der Polizei "in alle Richtungen" – vergleichbare Fälle seien den Dresdner Behörden bislang nicht bekannt. Erschwert wird die Aufklärung dadurch, dass der Kadaver nicht polizeilich gesichert werden konnte: Die Polizei erklärte sich zunächst für nicht zuständig und verwies an das Veterinäramt, sodass die Einrichtung das tote Tier selbst entsorgte.

Die Leiterin des FrauenBildungsHauses, Sarah Buddeberg, nannte den Vorfall "nicht nur widerlich, sondern eine klare Drohung" und sprach von einer "neuen Eskalationsstufe" – zuvor waren bereits Kaugummi auf Schildern und beschädigte Gegenstände im Hof der Einrichtung aufgefallen. Buddeberg betonte: "Wir lassen uns von Hass, Antifeminismus und Queerfeindlichkeit nicht einschüchtern – dem werden wir immer mutig entgegentreten."

Der Linken-Politiker Florian Berndt brachte den Angriff in einen größeren Zusammenhang: Kürzungen im Landeshaushalt und ein politisches Klima, in dem Gleichstellungsarbeit als verzichtbar dargestellt werde, könnten Täter:innen zusätzlich ermutigen.

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