Ein trans Paar wird in einem Park in Louisiana von einer Gruppe brutal angegriffen. Statt gegen die Täter zu ermitteln, klagt die Polizei die verletzten Opfer an.
Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Im US-Bundesstaat Louisiana sind die Opfer eines transfeindlichen Mobangriffs von der Polizei angeklagt worden – nicht die Täter. Die nichtbinäre Person Shae Sanders und ihre Partnerin Aurora Rush wurden Ende Mai in einem öffentlichen Park im Bossier Parish attackiert, nachdem Sanders die Frauentoilette benutzt hatte. Ein Mann sprach Rush, die währenddessen draußen wartete, mit Beleidigungen an, drohte ihr mit Schlägen und forderte sie zum Kampf auf.
Anschließend schlug eine Gruppe auf Sanders ein, bis Rettungskräfte sie mit vier Stichen über dem Auge ins Krankenhaus bringen mussten. Rush erlitt eine Gehirnerschütterung, eine Hornhautverletzung, durch die sie zeitweise auf einem Auge blind war, und großflächige Blutergüsse – einer davon an ihrem Bein von der Größe eines Apfels.
Statt gegen die Angreifer zu ermitteln, klagte die Polizei die beiden Verletzten an: Sanders wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses, Rush zusätzlich wegen Beteiligung an einer Schlägerei und beleidigender Sprache. Ihnen drohen Geldstrafen sowie bis zu sechs beziehungsweise zwölf Monate Haft. Obwohl Rushs Führerschein einen weiblichen Geschlechtseintrag trägt, brachte die Polizei sie in einem Männergefängnis unter.
Der Fall sorgt landesweit für Aufsehen und wird von LGBTIQ+-Organisationen als Beispiel dafür angeführt, wie trans Menschen in den USA selbst als Opfer von Gewalt zu Beschuldigten gemacht werden.
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