Nach jahrelangem Rechtsstreit räumt der Anführer einer neonazistischen Gruppe ein, eine Drag Story Hour in New Hampshire rechtswidrig bedrängt zu haben – und zahlt dafür Bußgeld und leistet Sozialstunden.
Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Der Anführer einer neonazistischen Gruppe, die 2022 eine Drag Story Hour in New Hampshire bedrängt hatte, muss nach einem dreijährigen Rechtsstreit zahlen. Christopher Hood und 19 weitere Mitglieder des „Nationalist Social Club-131“ (NSC-131) haben eingeräumt, gegen das Antidiskriminierungsgesetz des Bundesstaats verstoßen zu haben, wie Generalstaatsanwalt John M. Formella am 30. Juli mitteilte.
Auslöser war ein Vorfall im Juni 2022: Hood und seine Mitstreiter versammelten sich vor dem Café Teatotaller, wo eine Vorlesestunde mit Dragqueens stattfand. Auf Videos, die eine der auftretenden Dragqueens veröffentlichte, ist zu sehen, wie die in Khaki und schwarzen Kapuzenpullis gekleideten und mit Gesichtsmasken vermummten Männer skandierten und den Hitlergruß zeigten. „Wir haben heute ein paar verifizierte Nazis!“, kommentierte die Dragqueen Juicy Garland den Auftritt damals auf X.
Laut Recherchen des Boston Globe war der Vorfall keine Ausnahme: NSC-131, gegründet 2019 vom ehemaligen Patriot-Front- und Proud-Boys-Mitglied Hood, störte oder verhinderte zwischen 2022 und 2023 mehrere Drag-Veranstaltungen in der Region. Ende 2023 leitete das Büro des Generalstaatsanwalts ein Verfahren gegen die Gruppe ein.
Als Teil der jetzt erzielten Einigung muss Hood 10.000 US-Dollar Bußgeld zahlen – das gesetzliche Maximum – und 250 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Er und die übrigen Angeklagten dürfen künftig keine vergleichbaren Aktionen mehr organisieren. Nach Angaben der Behörde hat NSC-131 seinen Betrieb in New Hampshire inzwischen eingestellt; Hood soll erklärt haben, sich nicht mehr an organisierten Hassaktivitäten zu beteiligen.
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