Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Im Münchner Glockenbachviertel ist ein junges queeres Paar am Sonntagabend homo- und transfeindlich beleidigt und mit Pfefferspray angegriffen worden. Die beiden 19 und 20 Jahre alten Betroffenen saßen gegen 22:15 Uhr auf einer Parkbank am Stephansplatz, als sie ein unbekannter Mann ansprach und ihnen Drogen anbot. Nachdem sie ablehnten, kehrte er zu einer Gruppe von fünf weiteren Personen zurück.
Die Gruppe beleidigte das Paar daraufhin wiederholt mit abwertenden homo- und transphoben Begriffen. Als die beiden sich entfernen wollten, folgte ihnen eine Person aus der Gruppe und besprühte sie mit Pfefferspray. Beide erlitten leichte Verletzungen und reinigten sich zunächst in einem nahegelegenen Lokal; eine ärztliche Behandlung lehnten sie ab. Anzeige erstatteten sie erst am folgenden Tag.
Das Kommissariat 44 der Münchner Polizei ermittelt inzwischen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Der mutmaßliche Haupttäter wird als etwa 20 Jahre alt, rund 1,80 Meter groß und von mitteleuropäischem Erscheinungsbild beschrieben. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, sich unter der Rufnummer (089) 2910-0 zu melden.
Das Glockenbachviertel gilt seit Jahrzehnten als eines der Zentren queeren Lebens in München, mit zahlreichen Bars und Treffpunkten der Community. Übergriffe wie dieser rücken die Frage in den Fokus, wie sicher sich queere Menschen auch in solchen Vierteln tatsächlich bewegen können.
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