Die Stadt Köln unterstützt 14 Projekte gegen Gewalt und Diskriminierung gegenüber queeren Menschen – Reaktion auf einen im dritten Diskriminierungsmonitoring dokumentierten Anstieg queerfeindlicher Straftaten.
Bild: KI-generiert · Illustration
Die Stadt Köln fördert 14 Projekte zur Gewaltprävention und zum Abbau von Diskriminierung gegenüber queeren Menschen. Für das LSBTI-Förderprogramm 2026 stehen dafür insgesamt 70.000 Euro bereit, wie die Stadt mitteilte. In der vergangenen Woche beschloss das der Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren.
Anlass ist unter anderem das dritte Kölner Diskriminierungsmonitoring, das 2026 veröffentlicht wurde und einen Anstieg queerfeindlicher Straftaten in den vergangenen Jahren zeigt. Die Stadt erfasst damit bereits zum dritten Mal systematisch, wie stark queere Menschen in Köln von Diskriminierung betroffen sind. Gefördert werden Projekttage, Workshops und Fortbildungen für Lehrkräfte an Schulen sowie Angebote, die traditionelle und patriarchale Rollenbilder hinterfragen.
Weitere Projekte widmen sich Begegnung und Beratung, geschützten Räumen für queere Seniorinnen und Senioren sowie Betreuungsangeboten für queere Geflüchtete. Hinzu kommen queere Stadtführungen, Foren gegen religiöse Queerfeindlichkeit, Aufklärungsarbeit zu Aromantik und Asexualität sowie gesundheitsorientierte Workshops und präventive Selbstverteidigungskurse. Neben Schulen und öffentlichen Räumen erreicht die Förderung damit auch Beratungsstellen und Angebote für queere Seniorinnen, Senioren und Geflüchtete.
Das Förderprogramm ist Teil des LSBTI-Aktionsplans, den der Kölner Stadtrat 2021 verabschiedet hatte. Er umfasst 163 Maßnahmen in zehn Handlungsfeldern, darunter Bildung, Schule, Kultur und Sicherheit – ein Rahmen, der von Präventionsarbeit an Schulen bis zu Schutzräumen für ältere queere Menschen reicht. Erklärtes Ziel ist es laut Stadt, die gesellschaftliche Akzeptanz und diskriminierungsfreie Teilhabe queerer Menschen in Köln zu stärken.
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