Michael Kearns, einer der ersten offen schwulen und offen HIV-positiven Schauspieler Hollywoods, ist am 5. Oktober gestorben. Die Todesursache ist nicht bekannt.
Bild: KI-generiert · Illustration
Der Schauspieler und Aktivist Michael Kearns ist tot. Er wurde 76 Jahre alt. Die Journalistin Karen Ocamb, eine Freundin, berichtete im „Los Angeles Blade“, er sei am Montag, dem 5. Oktober, gestorben. Eine Todesursache wurde nicht genannt.
Kearns gilt als einer der ersten offen schwulen und einer der ersten offen HIV-positiven Schauspieler Hollywoods. Als schwul outete er sich Mitte der 1970er-Jahre. 1991 machte er seine HIV-Diagnose öffentlich. In der ABC-Serie „Life Goes On“ spielte er danach eine HIV-positive Figur. „HIV ist nichts, wessen man sich schämen muss“, sagte er über seine Diagnose; Schweigen würde Scham oder Angst signalisieren.
Im Film war er unter anderem in „Body Double“ und in dem mit einem Emmy ausgezeichneten Fernsehfilm „And the Band Played On“ zu sehen. Auf der Bühne wurde er vor allem mit „Jerker“ bekannt, einem Stück über zwei schwule Männer, die über eine Telefonsex-Leitung eine Beziehung beginnen. Ausschnitte, die ein Radiosender in Los Angeles ausstrahlte, lösten eine landesweite Kontroverse aus.
Politisch engagierte er sich früh in der Aids-Krise: 1984 gehörte er zu den Gründern von Artists Confronting AIDS. Außerdem war er Kommissar bei Parents, Families and Friends of Lesbians and Gays (PFLAG).
1992 heiratete Kearns Philip Juwig, der noch im selben Jahr starb. 1997 adoptierte er eine Tochter, Katherine. Für den 11. Oktober, den National Coming Out Day, war sein Auftritt beim Circa: Queer Histories Festival angekündigt. Ocamb schrieb, die schwule Theater- und Aids-Aktivistenszene trauere um einen Künstler, der „wahrscheinlich starb, ohne zu wissen, wie sehr er geliebt wurde“. Das Circa-Theater würdigte ihn mit den Worten: „Danke, Michael, für alles, was du dieser Welt gegeben hast.“
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