Eine YouGov-Umfrage zeigt: Zwei Drittel heterosexueller Frauen in Großbritannien wollen keinen bisexuellen Mann daten, obwohl die meisten Bisexualität grundsätzlich positiv sehen.
Bild: KI-generiert · Illustration
Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt eine deutliche Kluft zwischen der allgemeinen Akzeptanz bisexueller Menschen in Großbritannien und der Bereitschaft, sie tatsächlich zu daten. Für die Erhebung Ende März befragte YouGov knapp 6.000 britische Erwachsene, darunter über 2.000 heterosexuelle Frauen, gut 1.500 heterosexuelle Männer sowie mehrere Hundert schwule, lesbische und bisexuelle Teilnehmer:innen.
66 Prozent der heterosexuellen Frauen gaben an, keinen bisexuellen Mann daten zu wollen, nur 19 Prozent zeigten sich dazu bereit. Bei heterosexuellen Männern fiel die Ablehnung bisexueller Frauen deutlich geringer aus: 35 Prozent lehnten sie als Partnerin ab, 53 Prozent hätten kein Problem damit. In beiden Gruppen wächst die Zurückhaltung mit dem Alter spürbar. Unter den 18- bis 34-jährigen Frauen lag sie bei 47 Prozent, bei den über 55-Jährigen bei 77 Prozent.
Dabei sehen die meisten Befragten Bisexualität grundsätzlich nicht negativ: 48 Prozent äußerten eine positive Einstellung, nur 8 Prozent eine negative, der Rest blieb neutral. Als Gründe für ihre Zurückhaltung nannten Frauen und Männer vor allem die Sorge vor Untreue sowie eine grundsätzliche Präferenz für heterosexuelle Partner:innen. Ein kleinerer Teil gab an, sich an einer gleichgeschlechtlichen Vorgeschichte des Gegenübers zu stören.
Innerhalb der queeren Community selbst ist die Offenheit deutlich größer. Schwule Männer zeigten sich zu 83 Prozent bereit, einen bisexuellen Partner zu daten, bei bisexuellen Befragten lag der Wert je nach Gruppe zwischen 78 und 89 Prozent. Lesbische Frauen äußerten sich zurückhaltender als schwule Männer, wobei auch hier das Alter eine Rolle spielte: Unter jungen Lesben lehnten nur 10 Prozent einen bisexuellen Partner ab, unter den über 55-Jährigen waren es 53 Prozent.
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