Vor der GBar in Liverpool wurden drei Männer niedergestochen. Die Polizei schließt ein Hassverbrechen nach bisherigem Ermittlungsstand aus, die Lizenz der Bar wurde ausgesetzt.
Bild: KI-generiert · Illustration
Vor der Gay-Bar GBar in der Liverpooler Eberle Street sind am frühen Morgen des 20. September drei Männer mit Messerstichen verletzt worden. Die Auseinandersetzung begann laut Polizei im Inneren des Lokals und setzte sich auf der Straße fort. Zwei der Verletzten konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen, ein dritter befand sich zunächst in stabilem Zustand.
Am 23. September wurden drei Männer dem Wirral Magistrates' Court vorgeführt: Patrick Morgan (31) und Jonny Gee (18) müssen sich wegen zweifacher schwerer Körperverletzung mit Verletzungsabsicht, gewalttätigen Aufruhrs und des Führens einer Stichwaffe verantworten. Stephen Gee (22) wird einfache schwere Körperverletzung, gewalttätiger Aufruhr sowie Besitz einer als Klasse B eingestuften Droge vorgeworfen.
Die Polizei Merseyside erklärte, die bisherigen Ermittlungen hätten keinen Hinweis auf ein Hassverbrechen ergeben; der Auslöser des Streits zwischen den beiden beteiligten Gruppen sei weiterhin unklar. Chief Superintendent Natalie Perischine betonte eine „Null-Toleranz-Haltung gegenüber allen, die in der Innenstadt eine Waffe mit sich führen", und verwies auf mehrere Festnahmen, die die Ermittler binnen weniger Stunden nach der Tat vollzogen.
Die Betriebslizenz der GBar wurde mit sofortiger Wirkung ausgesetzt, während die Behörden den Vorfall weiter aufarbeiten. Das Lokal gehört zu den bekannteren queeren Anlaufstellen im Liverpooler Stadtzentrum. In der lokalen Community hat die Tat für Verunsicherung gesorgt, obwohl die Polizei einen queerfeindlichen Hintergrund nach jetzigem Ermittlungsstand ausschließt. Ob und wann die Bar wieder öffnen darf, ist noch offen.
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