Eine 67-Jährige aus Port Bannatyne muss nach transfeindlichen Nachrichten an eine trans Frau 500 Pfund Entschädigung zahlen. Der Sheriff nannte es ein klares Hassverbrechen.
Ein Gericht im schottischen Greenock hat eine 67 Jahre alte Frau aus Port Bannatyne auf der Isle of Bute wegen transfeindlicher Nachrichten verurteilt. Lyndsey Peebles hatte sich schuldig bekannt, zwischen dem 29. September und dem 20. Oktober des Vorjahres wiederholt Nachrichten verschickt zu haben, die laut Anklage „grob beleidigend, unanständig, obszön oder bedrohlich“ waren und sich gegen die Geschlechtsidentität einer trans Frau richteten. Laut Anklage waren die Nachrichten gezielt darauf ausgelegt, bei der Empfängerin Leid auszulösen.
Sheriff James Varney verurteilte Peebles zur Zahlung von 500 Pfund Entschädigung an die Betroffene sowie zu einem 18-monatigen Kontaktverbot. In der Urteilsbegründung stellte er klar: „Machen Sie sich nichts vor, das ist ein Hassverbrechen, zu dem Sie sich schuldig bekannt haben.“ Die Tat wurde als durch Vorurteile gegenüber der trans Identität des Opfers erschwerend eingestuft.
Laut einem Bericht des Sozialdienstes hatte Peebles vor Gericht angegeben, nicht geglaubt zu haben, dass die Kommentare die betroffene Person verletzen könnten – eine Aussage, die der Sheriff als „entsetzlich“ bezeichnete. Er betonte, für solche Äußerungen gebe es „keinen Platz in der Gesellschaft“. Die Verteidigung machte geltend, Peebles' Urteilsvermögen sei zum Tatzeitpunkt durch persönliche Probleme beeinträchtigt gewesen, die sie inzwischen aufgearbeitet habe; zudem sei sie nicht vorbestraft und zeige echte Reue.
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