Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Zwei Schüler des King George County Schools in Virginia verklagen mit Unterstützung der Bürgerrechtsorganisation ACLU of Virginia und der Kanzlei Potomac Law Group ihren Schulbezirk. Der Vorwurf: Die Verwaltung habe gezielt verhindert, dass an der Schule eine Gay-Straight Alliance gegründet wird – eine Schülergruppe, die sich für ein sicheres Schulklima für LGBTIQ+-Jugendliche und ihre Verbündeten einsetzt.
Im August 2025 hatte der damals siebtklässige Schüler Z.J.W. Lehrerin Becca Boe gebeten, die Gruppe zu betreuen. Schulleiterin Casey Nice genehmigte zunächst die Gründungsunterlagen, darunter eine Satzung mit dem Ziel, „ein sicheres, unterstützendes und inklusives Umfeld für LGBTIQ+-Schüler:innen und Verbündete“ zu schaffen. Nachdem die Unterlagen Mitte September über Facebook kursierten, erhielt die Schule feindselige Nachrichten aus der Elternschaft. Die Gründung der Gruppe wurde daraufhin „pausiert“.
Der Schulbezirk änderte in der Folge seine Regeln: Ab dem 6. Oktober 2025 mussten außerunterrichtliche Klubs vom Superintendenten genehmigt werden, ab dem 17. November wurden sie zudem auf weiterführende Schulen beschränkt – womit die GSA an der Mittelschule faktisch ausgeschlossen blieb. Andere freiwillige Gruppen, etwa ein Angel-Klub, durften unverändert weiterbestehen.
Die Klage wirft dem Bezirk vor, gegen den ersten Verfassungszusatz und den Equal Access Act verstoßen zu haben, indem er die GSA wegen ihrer Haltung zu LGBTIQ+-Rechten benachteiligt und die Regeln gezielt geändert habe, um die Gruppe zu verhindern.
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