Die Aktivistin organisierte 1990 den ersten Pride-Marsch South Carolinas und gründete die Columbia-Ortsgruppe von PFLAG sowie eine der ersten Aids-Hilfsorganisationen des Bundesstaats.
Bild: KI-generiert · Illustration
Harriet Hancock, in South Carolina als „Mother of SC Pride" bekannt, ist am 24. September im Alter von 89 Jahren gestorben – wenige Tage vor ihrem 90. Geburtstag. Über vier Jahrzehnte prägte sie die queere Bürgerrechtsbewegung im Bundesstaat.
Ihr Engagement begann 1980, als ihr Sohn Greg sich ihr gegenüber outete. Zwei Jahre später gründete sie die Columbia-Ortsgruppe von PFLAG, der Organisation für Eltern, Familien und Freunde von Lesben und Schwulen. 1985, mitten in der Aids-Krise, war sie Mitgründerin von Palmetto AIDS Life Support Services, einer der ersten Anlaufstellen für HIV-positive Menschen im Bundesstaat.
1990 organisierte Hancock den ersten Pride-Marsch South Carolinas: Mehr als 2.000 Menschen zogen damals die Main Street von Columbia hinunter bis zum State House – zu einer Zeit, in der ein solcher Auftritt in der Öffentlichkeit ein erhebliches persönliches Risiko bedeutete.
Ihr Name lebt im Harriet Hancock Center weiter, dem ersten LGBT-Ressourcenzentrum South Carolinas, das bis heute Beratung und Angebote für queere Menschen aller Altersgruppen bereitstellt. Das Zentrum würdigte sie nach ihrem Tod: „Harriet hat lange genug gelebt, um ein South Carolina zu erleben, das sich auf eine Weise verändert hat, die sich zu Beginn ihrer Arbeit kaum jemand vorstellen konnte. Sie wusste aber auch, dass die Arbeit nicht abgeschlossen ist."
Hancock hinterlässt ihren Sohn Greg, dessen Coming-out 1980 den Ausgangspunkt ihres jahrzehntelangen Engagements bildete, sowie ein Netzwerk aus Organisationen, die sie selbst mit aufgebaut hat.
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